Hindernisse überwinden – ich spüre mich

Einmal über sich hinauswachsen! Scheinbar unüberwindbares meistern! Zu oft erleben Kinder, dass die Aufgaben, die sie gestellt bekommen oder sich stellen, zu schwer sind- oder es heißt „Das schaffst Du noch nicht.“
Gemeinsam mit den Kindern bauen wir Hindernisse auf, die für den einen oder anderen mehr oder weniger, eine Herausforderung bedeuten. Einen hohen Berg, einen engen Tunnel, einen dunkeln Gang, ein steiler Abgrund.
Von einem auf den anderen Tag verändern wir die Hindernisse. Haben die Kinder einen Weg gefunden, bauen wir neue Hindernisse ein. Sie müssen sich hochziehen, durchzwängen, hangeln, schieben, rangeln, springen, klettern, krabbeln.
Wie geht es den Kindern nach den Aktivitäten? Spüren sie ihren Körper anders?
Unterschiedliche Tasteindrücke, zum Beispiel durch das heuristische Material, „Hamburger“ in Decke wickeln, “Waschanlage“ Massagen, Barfußparcours, Körpererfahrungen mit verschiedene Konsistenzen unterstreichen das Körpergefühl der Kinder.
Wann immer sich die Gelegenheit ergibt, suchen wir die Herausforderungen in unserem Garten, entweder in unserem Seilgarten, Hügellandschaft oder Kletterbaum. Sie verstärken das Körpergefühl und das Selbstbewusstsein.
Wir freuen uns schon. In den Osterferien können wir täglich in die Ballhalle, Tengern- und werden neue Hindernisse überwinden.
Seid gespannt!

Weihnachten im Zwergennest

Die Advents- und Weihnachtszeit ist das Fest der Besinnlichkeit. Für kleine Kinder ist es auch ein magisches, ganz besonderes Fest. Sie glauben noch an den Weihnachtsmann oder das Christkind. Unsere Kinder freuen sich Jahr für Jahr auf diese Zeit. Seit einigen Jahren richten wir ein Weihnachtszimmer ein, wo sich alles um das schöne Fest dreht. In diesem Raum sind alle Zeichen auf eine vorweihnachtliche Stimmung gerichtet; und in diesem Jahr, lernten wir die Traditionen, die das Fest hierzulande hat, kennen.
Wie Euere Kinder Weihnachten im Zwergennest gefeiert haben und was sie dabei alles erwartet hat, erfahrt Ihr auch hier.
Die Weihnachtszeit ist für jedes Kind eine ganz besondere Zeit. Unser Weihnachtswichtel, der uns als Adventskalender dient, und den Kindern eine Kleinigkeit bringt, steigert u.a. die Vorfreude auf den Heiligen Abend ins Unermessliche. Der Weg nach Bethlehem, die Geschichte von Maria und Josef, ist ein fester Bestandteil auf Gruppenebene und überliefert den Kindern die traditionelle Weihnachtsgeschichte.
Mit Beginn der Adventszeit starten wir mit dem Schmücken unserer Gruppenräume, und der Einrichtung des Weihnachtszimmers, 2018 im Atelier. Im Weihnachtszimmer geht es ruhig und besinnlich zu.
Hier werden die Kränze und Gestecke gebunden und geschmückt, für den Sternenmarkt gebastelt und getont, Barbarazweige gepflückt und versorgt, unser Adventsspirale für die Adventsfeierlichkeiten gebunden, Schuhe für den Nikolaus geputzt, die Nikolausfeier vorbereitet, Advents -und Weihnachtslieder gesungen-musiziert. Es werden auch Weihnachtsgeschichten erzählt, Bücher vorgelesen oder angeschaut, ein Weihnachtsbaum geholt und geschmückt, Weihnachtspost gebastelt und verschickt; all das gehörte in unser Weihnachtszimmer und die Kinder konnten sich ohne Hektik den weihnachtlichen Themen widmen. Im Weihnachtszimmer dominierten die Düfte, die das Fest mit sich bringt, und so bereiten wir unsere Aufführung „Weihnachten im Stall“ auch hier vor. Das Krippenspiel, in einem nahegelegenen Stall, ist in den letzten Tagen der Mittelpunkt des Geschehens.

Ich zeig es dir mit meinen Augen.

„Ich zeig es dir mit meinen Augen“ bildet das Motto, mit dem unsere Kinder die neuen Kinder im Zwergennest als Paten begrüßt haben.
Nicht in jedem Jahr finden sich Kinder, die diese Aufgabe übernehmen möchten, aber in diesem Jahr bieten unsere Großen den Neuen ihre Patenschaft an, Alisha, Knut, Madita, Jacob, Tilda, Rune und Ida. Knut ist es wichtig, als Pate erkannt zu werden. „Damit sie wissen, wer der Pate ist, braucht das Kind ein Zeichen, das Foto von Leo bei mir anhängen“.

Unsere Großen bauen den Neuen „eine Brücke“, sie sind bereit ihre Systemwissen zusammen mit Zeit zur Verfügung zu stellen. Alisha hat die Idee eine Skizze von allen Räumen zu machen. Rune möchte gerne die Toilette zeigen. Madita:“ Wenn sie sich verletzten, holt man schnell einen Erwachsenen oder einen Kühler.“ Die Annäherungsversuche sind von beiden Seiten zaghaft, vorsichtig. Unsere erfahrenen Kinder spüren die Unsicherheit der Neuen, und zeigen sich einfühlsam, zurückhaltend.

Sie haben eine andere Perspektive, was aus ihrer Sicht wichtig ist, dem neuen Kind mitzuteilen. „Wir brauchen neue Namensschilder für die Tische.“ In einer Kinderkonferenz wird ein Katalog zusammengestellt, was die Kinder unter dem Amt verstehen.
Alisha meint: “Pate und Kind können an der Hand gehen.“ Jacob:“ Ich nehme Till an die Hand.“ Alisha möchte ihre Beziehung festigen und als Pate ihr Patenkind zuhause einen Besuch machen. Die Neuen möchten sich noch nicht anfassen lassen, aber das ist kein Problem für unsere Großen:“ Dann nehmen wir uns einfach an die Hand, „meinen Alisha und Madita und marschieren voran.“

Vielleicht gelingen die Berührungen schon in ein paar Tagen.

„Er ist jetzt im Tierhimmel“ Tod eines kleinen Maulwurfs

Im Zwergennest-Alltag begegnet uns der Tod von Tieren immer wieder. Teils in der Auseinandersetzung mit verstorbenen Haustieren oder verstorbenen Tieren, die wir in unserem Außengelände oder auf unserem gepachteten Naturgrundstück im Dorf finden.

Heute finden wir einen kleinen Maulwurf.

Wir diskutieren lebhaft, wie/woran er gestorben ist, da wir keine Verletzung sehen. Wir überlegen:

  • Vielleicht war er schon sehr alt.
  • Er hat eine Verletzung, die wir nicht sehen können.
  • Vielleicht einen Unfall oder eine schlimme Krankheit.

Wir wissen es nicht.

In dieser Auseinandersetzung mit den Ursachen des Todes erzählen die Kinder von Zuneigung, Freundschaft, schweren Verletzungen, Krankheiten, Sterben und Abschied. Es wird deutlich, dass sie mit dem kleinen Maulwurf nicht die gleiche Verbundenheit verspüren, wie zu ihren Haustieren, die sie oder andere schon verloren haben. Dennoch ist es den Kindern wichtig, Abschied zu nehmen. Wir klären die Frage, wie wir den Abschied vom kleinen Maulwurf gestalten wollen.

„Er ist jetzt im Tierhimmel“, meinen unsere Kinder einhellig.

Im Zwergennest angekommen zeigen wir den Kindern ein Bilderbuch:
„Die besten Beerdigungen der Welt“. Von Ulf Nilsson aus dem Beltz Verlag.

In einer dialogischen Bilderbuchbetrachtung können wir unser Erlebtes nochmal aufarbeiten.