Buchempfehlung

„Die wahre Geschichte von allen Farben“

von Eva Heller begleitet uns als Grundlage durch die Farbenreise.

Jede Farbe ist anders. Manche sind miteinander befreundet, andere vertragen sich nicht. Wenn sie sich mischen, geschehen seltsame Dinge – Farben verschwinden, neue Farben entstehen. Wir sehen es mit unseren Augen: Es ist Zauberei.

Die Geschichten aus dem Buch führen uns durch das Farbenprojekt. Pepe liest die Geschichte vor, danach probieren wir aus, wie sich die Farben bei uns verhalten.

Verhalten sie sich bei dir auch so?

Das Rot ist wild, das Blau nimmt den Raum ein, weiß ist schüchtern.

Das Gelb kommt angeschwirrt, hell und strahlend, aber Gelb lernen wir erst noch kennen. Mal schauen, wie es weitergeht. Was meint ihr?

Schulanfänger im MartA

„Risse in der Wirklichkeit“ von Gavin Turk und Jens Wolf

Zum Einstieg in das gemeinsame Arbeiten im Marta-Kunstatelier haben sich die Kinder in Begleitung der Kunstpädagogin Inga mit der Architektur des Museums beschäftigt.

Wir haben das wellige Museum erkundet um die Räume zu erfahren und einen ersten Bezug zum Ausstellungsthema bekommen. Denn Frankie, ein kleiner Dino, der nachts lebendig und riesig wird ist ein Farbenesser. Wenn niemand da ist, probiert er die Farben an den Gemälden, und stellt fest, ob sie ihm gut schmecken.

Inga fragt nach Erfahrungen der Kinder: „Ist es euch schon mal passiert, dass jemand euer Bild kaputt gemacht hat?“

Reaktion der Kinder mit Zustimmung und dem Ausdruck von Verärgerung und Empörung.

Inga: „Gavin Turk und Jens Wolf waren auch zunächst verärgert, als Frankie an den Bildern geknabbert hat. Aber beim zweiten Hinschauen fanden sie die Bilder genau richtig so.“

Nun geht es ans Praktische. Mit einer Abklebe-Technik stellen die Kinder im Kunstatelier selber solche Bilder her, auf denen etwas fehlt.

Ein Abenteuer rund um den Besuch war auch dabei. Da Pepe jemandem aus dem Zug geholfen hat, haben wir den Bus verpasst. Aufregend.

 

Starkregen bei Wildnis-Zeltlager

Aus dem Bach ist ein reißender Strom geworden, alle Zelte, Kinder, Luftmatratzen und Schlafsäcke sind sehr, sehr nass. Wie wir dennoch einen schönen Abend und ein unvergessliches Schulanfänger-Zeltlager hatten: Wir haben erst mal ausgehalten, bis das Abenteuer Sturm vorüber war. Und das war sehr spannend.
Als es dann doch recht klamm und kühl wurde, beschließen wir zusammen: „Gut, dass wir andere Orte haben, an die wir gehen können.“ Wir entscheiden uns für unsere Basisstation, das Zwergennest.
Zelten geht auch drinnen, denken wir und bauen aus trockenen Tüchern unsere Zelte. Ich werde gefragt: „Lisa, war das ein echtes Abenteuer?“, „ja“, antworte ich. „Ein richtiges echtes Abenteuer war das“.

Auch unser Mehl für die vorgesehene Pizza ist nass und unsere Vorräte vom Hagel zerstört. Spontan nutzen wir die neue Technik und geben eine Pizzabestellung durch. Manchmal ist Zivilisation sehr, sehr komfortabel.

Gezeltet haben wir trotzdem. Im Schlafraum. Das Zelt steht noch. Es war ein wunderbarer Abend.

Daumen drücken

Die Bewerbung ist raus. Unsere Teilnahme am deutschen KITA-PREIS läuft. Jetzt heisst es, abwarten und Apfelsaft trinken. Wir sind gespannt, wie sich die Jury entscheidet. Mehr Infos unter www.deutscher-kita-preis.de.

Gender auch bei uns ein Thema

Es gibt in Schweden eine KITA, die Egalia heißt. Hier werden z.B. Helden aus Märchen, die meistens männlich sind, neutral umgenannt, so dass nicht erkennbar ist, ob es sich um weibliche oder männliche Helden handelt.

Das Thema Gender begleitet uns natürlich kontinuierlich und schmunzelnd beobachten wir, wer bei uns grillt. Im Rahmen von Gender Mainstreaming ist es Mädchen und Jungen erlaubt, sich frei von traditionellen Rollenbildern zu entwickeln. Wie auf den Bildern zu sehen ist, gelingt uns dies nicht immer. Zumindestens ist es uns gelungen, unterschiedliche Greifwerkzeuge einzusetzen, so wird auf jeden Fall das Handgeschick weiter unterstützt.

Draußen sein – Luft für die Nase

Wir merken, für Kinder gibt es keine Grenzen der Phantasie. Motorsägen aus Stöcken, Traktoren aus einem Brett und alles fährt.

Zurzeit hegen und pflegen wir alles was wir gesät haben, oft nehmen wir uns die Zeit und spielen frei und kreativ. Denn bereits J.H. Pestalozzi fand: „Dein Kind sei so frei es immer kann. Lass es gehen und hören, finden und fallen, aufstehen und irren.“

Ein bisschen Arbeit ist auch da, denn wir müssen einige Ecken der Wiese mähen, da das echte Mähwerk nicht in alle Ecken gekommen ist.

Nara übernimmt das Sensen mit Überzeugung  und Begeisterung, auch wenn es anstrengende körperliche Arbeit ist. Die Kinder haben sich die Sense nochmal genau angeschaut und das Sense gemeinsam hartnäckig als Spiel umgedeutet. Die selbgebauten Motorsensen aus Stöcken könnt ihr euch auf den Bildern anschauen.

Hügel rauf, Hügel runter

Wir haben ihn entdeckt, den wunderbaren Erdhügel im Bruch. Eine echte Herausforderung für kleine Kinder, hoch zu Berge. Nachdem wir den Hügel erklimmen, können wir mit Händen und Füßen das Material Erde bewegen. Besonders unsere Kuhle im Hügel, aus Heu gebaut, das wir neben dem Hügel gefunden haben, ist ein gemütliches Nest.

Obwohl: Heute war es eine Badewanne, auch wenn wir uns das Wasser nur gedacht haben.

Sommer, Sonne, Spielen. Am Besten draußen.

Der Muttertag

Ein kleines Mädchen und sein Vater gehen durch die graue Stadt. Aber es ist nicht alles grau, überall wachsen in Ritzen zwischen Pflastersteinen Blumen. Nur das kleine Mädchen hat Augen dafür. Das kleine Mädchen pflückt hier und da eine Blume und macht anderen eine Freude damit.

Leni findet: „Der Maler hat zwei Geschichten in dem Buch gemalt, erst ist alles grau und wenn das Mädchen anfängt die Blumen zu verschenken, wird alles immer bunter. „

Ich konnte es nicht kindgerecht vermitteln, Leni schon. Danke Leni.