Kleiner Umbau, große Wirkung

Zweimal im Jahr ist anpacken angesagt denn der Arbeitseinsatz steht an. Alle Eltern sind dabei und tun, was zu tun ist. Reparieren hier, streichen dort, neu pflastern dahinten und – jetzt auch: Schränke umbauen.
Die vorherige Frage war: Was tun wir mit den Weichholzschränken, solche Schätzchen, aber kaum genutzt!  Türen raus, Felle rein, an die Wand festgedübelt und der ideale Rückzugsort ist fertig.

Das so eine kleine Maßnahme so eine Wirkung hat, hätten wir nicht gedacht. Den Kindern gefällt’s.

Zwergennest in der NW

Zum vollständigen NW-Artikel geht es hier:

http://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/huellhorst/huellhorst/20753077_Kita-Zwergennest-entwickelt-Ideen-fuer-Kinder-aus-Fluechtlingsfamilien.html

Am 23.03.2016 informierten wir im Blog:

Jede Bildungsinstitution in Deutschland wurde aufgefordert, sich Projekte zur Integration von Flüchtlingskindern und deren Familien zu überlegen. Das Team hat sich viele gute Ideen überlegt, wie eine schlüssige und vor allem für das Kind einfache und sichere Integration gestaltet werden kann.
Es soll auf der Obstwiese losgehen. Wieso auf der Obstwiese fragen einige Eltern, die zu dem Elternabend gekommen sind.

Eine Kleingruppe von Flüchtlingskindern könnte auf der Obstwiese erste Kontakte zur KITA Zwergennest machen.
Verdeutlicht wird das Modell am Baustein „Bäcker“.
Zunächst können an einer Feuerstelle oder im Tipi gemeinsam Brötchen gebacken werden. Die Fragen, die sich darin verstecken, sind vielfältig. Was gehört in ein Brötchen, welche Backwaren werden in deinem Land gegessen und wie schmeckt das Ganze? Woher bekomme ich das Mehl und woher kommen die fertigen Brötchen aus der Tüte? Daraufhin kann gemeinsam zum Bäcker gefahren werden um die Infrastruktur Hüllhorsts kennenzulernen.

Aus dieser Idee entstehen dann Folgeideen. Auf dem Feuer habe ich Brötchen gebacken, aber was passiert, wenn im Haus mal Feuer ist? Dann rufe ich die Feuerwehr…Gemeinsam mit vielen anderen Hüllhorster Akteuren und Vereinen könnte das afrikanische Sprichwort greifen: „Zur Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf.“

Zeit für Besinnung – Ostern im Zwergennest

Gemeinsam mit den Kindern haben wir viele verschiedene Vorbereitungen zum Osterfest getroffen. Bei uns kam der Osterhase auch erst am 01.04. er hatte vermutlich viel zu tun. Welche Symbole gehören denn zu Ostern. Und warum? Und wie kommen wir an diese Symbole heran? Was ist ein Symbol? Viele Fragen, denen wir in einer österlichen Reparaturstation näherkamen, in der Symbole repariert oder erstellt wurden.

Und wo findet man nun diese Symbole? Ein Spaziergang auf den Friedhof lässt ein altes Kreuz auftauchen, ein Küken war in der Kuscheltierkiste.
Vom Kreuz bis zum Küken, alles kam auf den Ostertisch und wurde liebevoll von Weidekätzchen umrahmt. Alles war so ernsthaft und berührend, dass selbst die sechsjährige Marla sagte: „ich kann noch nicht zum Essen gehen, ich muss das erst zu Ende machen!“

Ein Grashalm!

Für einige ist es nur grün. Für uns ist es unglaublich. Denn Findus (Anm. d. Red.: unser mittlerweile 100g schwerer Hase) hat einen Grashalm gefressen. Echt.
Wir sind froh und ihm scheint es gut zu gehen.
Vor lauter Aufregung, dann heute zwei Blogeinträge.

Unser Osterweg

Wie war das denn nochmal genau mit dem Weg, den Jesus gegangen ist? Wer erinnert sich noch an die Geschichte vom verlorenen Schaf?
Genau wie der Mutterhase* den kleinen Findus verloren hat, ist dem Hirten ein Schäfchen verloren gegangen.
Wir sind sicher, auch Jesus hätte etwas unternommen, um dem Häschen zu helfen.
Die Kinder vermuten: „Willkommen Häschen“ hätte er gesagt, oder sich auf die Suche nach der Hasenmutter gemacht, oder sich um das Häschen gekümmert. Genau das machen wir auch.

Diese Woche feiern wir Ostern. Bis der Osterhase bei uns eintrifft, beschäftigen wir uns mit österlichen Symbolen und schmücken unser Haus. Wir sind ein konfessionsloser Kindergarten. Die christlichen Werte, Rituale und Feierlichkeiten aus unserem Land vermitteln wir im Rahmen von wiederkehrenden Ritualen.

Findus hat sich mittlerweile gut eingelebt, er hat schon große Ohren bekommen und wird immer noch schön warm gehalten.

*Anmerkung der Redaktion: Wie heisst denn die Mutter eines Hasen korrekt?

Willkommen, kleiner Hase!

Ein kleiner Hase sucht Unterschlupf. Er hat sich in unsere Werkhütte verirrt und schneller als wir gucken konnten, haben die ersten Kinder ihn gestreichelt. Der Tierarzt fand das (natürlich hat er recht) gar nicht gut, denn Wildtiere dürfen nicht angefasst werden.
Aber es ist, wie es ist. Also wohnt der Hase jetzt bei uns. Er ist heute 6 Tage alt und wird mit Körnerkissen und Decken und Wärmelampen warmgehalten. Gefüttert wird er auch. Mit Pipette. Jost ist ganz fasziniert und kann den Blick nicht abwenden. Denn auch wir geben zu: soooooo süß!

Damit der Hase sich nicht erschreckt wird leise gesprochen, wir achten auf Respekt und einen achtsamen Umgang.
Spannend ist auch die Frage: Wie konnte er in unsere Hütte gelangen?
Vielleicht ist es so: „Die Mama hat wo anders hingeschaut und der Hase ist weitergegangen und die Mama hat es nicht gemerkt.“ Aber wir wissen es nicht.
Nächste Woche gibt es Fotos. Wir freuen uns über unseren Gast.

Hin und weg

Am Donnerstag hatte ich das Glück, im Zwergennest hospitieren zu dürfen. Vorausgegangen ist eine Einladung in den Morgenkreis, da mir die Kinder ihre Ideen zur Matschbeseitigung auf der Obstwiese vorstellen können. Begeistert und erstaunt, welche und vor allem wieviele unterschiedliche Ideen die Kinder haben, ging es dann zum Frühstück, ins Bauzimmer, ins Atelier und nach draußen.

Das Gefühl, dabei zu sein und mit den tollen Materialien arbeiten zu können, war unbeschreiblich. Hier mein Tipp: Alle, die können, sollten die Gelegenheit zu einem Besuch im Zwergennest unbedingt nutzen. Denn Worte reichen für das dort zu Erlebende nicht aus.

Schön war’s und so lecker.

Bisher durften noch keine Kostüme veröffentlicht werden, doch am Freitag war es ja endlich so weit. Es gab alles, was sonst verboten ist: Schokocrossies (natürlich selbsgemacht), Fanta, Pommes, MAYONNAISE (!) und viele andere leckere Dinge.

Die Kinder (und wir) hatten einen Riesenspaß. Schon Paul sorgte mit seinem Kostüm für viel Freude. Denn ursprünglich wollte Timo gerne Papagei sein. Das Kostüm war schon fertig und mit vielen Federn geschmückt. Aber dann hat er es sich doch noch anders überlegt und wäre lieber eine Katze.  Was tun? Wir waren ratlos, aber Paul hatte die rettende Idee: „Ich bin eben eine Katze, die einen Papagei gefressen hat!“

 

 

 

 

Da kommt der Wolf! Unser Tier-Knigge.

Der Wolf ist wieder da. In Deutschland, aber auch bei uns zu Hause gibt es ihn. Den domestizierten Wolf, unseren treuen Freund, den Haus- und Hofhund. Tiergestützte Pädagogik ist bei uns Alltag und diesmal befassen sich die 3-4-jährigen mit den richtigen Umgangsformen, die bei Tieren einzuhalten sind.
Andrea hat das Thema diesmal rund um den Wolf und unseren Henry aufbereitet und erarbeitet nun gemeinsam mit den Kindern: Wie begrüße ich einen Hund und wie begrüßen sich Hunde untereinander? Wie sieht es aus, wenn ein Hund sagt: „Stopp, ich will nicht (mehr) spielen!“

Die Kinder kümmern sich um unsere Tiere und können spielerisch den richtigen und respektvollen Umgang erlernen.

Ein wichtiger Aspekt ist für uns, sachlich das Thema der wilden Tiere, wie z.B. dem Wolf zu bearbeiten. Denn warum macht uns ausgerechnet der Wolf so große Angst?

Wir werden bald mehr wissen. Denn gerade prüfen wir, ob Henry und ein Wolf gewisse Ähnlichkeiten haben. Bestimmt wird auch Henry bald vermessen.

Vermessung der Winterträumetiere

Franz Marc wäre vermutlich als Tier verkleidet, um den Winter zu vertreiben.
So haben es auch unsere Kinder vor.

Die „Schulkinder“, die dieses Jahr in die Schule kommen, übernehmen bei der Organisation des Winterträumefests wichtige Aufgaben: die Auswahl und Gestaltung der Kostüme.

Zunächst führen sie ein Interview mit den jüngeren Kindern, in dem herausgefunden wird, welches Tier diese darstellen möchten. Gemeinsam wird eine Skizze erstellt und vor allem dann die Maße der Kinder genommen und in die Skizze eingetragen.

Coloriert werden die Skizzen auch, denn natürlich wird das Fest bunt (und laut).

Die ersten Kostüme sind bereits genäht und mit Details versehen, die die Kinder auswählen und anbringen. Der schönste Winterträumespruch aus den vergangenen Jahren ist: „Mein Kostüm glöckelt.“

Der Phantasie wird freien Lauf gelassen.