Draußen sein – Luft für die Nase

Wir merken, für Kinder gibt es keine Grenzen der Phantasie. Motorsägen aus Stöcken, Traktoren aus einem Brett und alles fährt.

Zurzeit hegen und pflegen wir alles was wir gesät haben, oft nehmen wir uns die Zeit und spielen frei und kreativ. Denn bereits J.H. Pestalozzi fand: „Dein Kind sei so frei es immer kann. Lass es gehen und hören, finden und fallen, aufstehen und irren.“

Ein bisschen Arbeit ist auch da, denn wir müssen einige Ecken der Wiese mähen, da das echte Mähwerk nicht in alle Ecken gekommen ist.

Nara übernimmt das Sensen mit Überzeugung  und Begeisterung, auch wenn es anstrengende körperliche Arbeit ist. Die Kinder haben sich die Sense nochmal genau angeschaut und das Sense gemeinsam hartnäckig als Spiel umgedeutet. Die selbgebauten Motorsensen aus Stöcken könnt ihr euch auf den Bildern anschauen.

Hügel rauf, Hügel runter

Wir haben ihn entdeckt, den wunderbaren Erdhügel im Bruch. Eine echte Herausforderung für kleine Kinder, hoch zu Berge. Nachdem wir den Hügel erklimmen, können wir mit Händen und Füßen das Material Erde bewegen. Besonders unsere Kuhle im Hügel, aus Heu gebaut, das wir neben dem Hügel gefunden haben, ist ein gemütliches Nest.

Obwohl: Heute war es eine Badewanne, auch wenn wir uns das Wasser nur gedacht haben.

Sommer, Sonne, Spielen. Am Besten draußen.

Kleiner Umbau, große Wirkung

Zweimal im Jahr ist anpacken angesagt denn der Arbeitseinsatz steht an. Alle Eltern sind dabei und tun, was zu tun ist. Reparieren hier, streichen dort, neu pflastern dahinten und – jetzt auch: Schränke umbauen.
Die vorherige Frage war: Was tun wir mit den Weichholzschränken, solche Schätzchen, aber kaum genutzt!  Türen raus, Felle rein, an die Wand festgedübelt und der ideale Rückzugsort ist fertig.

Das so eine kleine Maßnahme so eine Wirkung hat, hätten wir nicht gedacht. Den Kindern gefällt’s.

Zwergennest in der NW

Zum vollständigen NW-Artikel geht es hier:

http://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/huellhorst/huellhorst/20753077_Kita-Zwergennest-entwickelt-Ideen-fuer-Kinder-aus-Fluechtlingsfamilien.html

Am 23.03.2016 informierten wir im Blog:

Jede Bildungsinstitution in Deutschland wurde aufgefordert, sich Projekte zur Integration von Flüchtlingskindern und deren Familien zu überlegen. Das Team hat sich viele gute Ideen überlegt, wie eine schlüssige und vor allem für das Kind einfache und sichere Integration gestaltet werden kann.
Es soll auf der Obstwiese losgehen. Wieso auf der Obstwiese fragen einige Eltern, die zu dem Elternabend gekommen sind.

Eine Kleingruppe von Flüchtlingskindern könnte auf der Obstwiese erste Kontakte zur KITA Zwergennest machen.
Verdeutlicht wird das Modell am Baustein „Bäcker“.
Zunächst können an einer Feuerstelle oder im Tipi gemeinsam Brötchen gebacken werden. Die Fragen, die sich darin verstecken, sind vielfältig. Was gehört in ein Brötchen, welche Backwaren werden in deinem Land gegessen und wie schmeckt das Ganze? Woher bekomme ich das Mehl und woher kommen die fertigen Brötchen aus der Tüte? Daraufhin kann gemeinsam zum Bäcker gefahren werden um die Infrastruktur Hüllhorsts kennenzulernen.

Aus dieser Idee entstehen dann Folgeideen. Auf dem Feuer habe ich Brötchen gebacken, aber was passiert, wenn im Haus mal Feuer ist? Dann rufe ich die Feuerwehr…Gemeinsam mit vielen anderen Hüllhorster Akteuren und Vereinen könnte das afrikanische Sprichwort greifen: „Zur Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf.“

Zeit für Besinnung – Ostern im Zwergennest

Gemeinsam mit den Kindern haben wir viele verschiedene Vorbereitungen zum Osterfest getroffen. Bei uns kam der Osterhase auch erst am 01.04. er hatte vermutlich viel zu tun. Welche Symbole gehören denn zu Ostern. Und warum? Und wie kommen wir an diese Symbole heran? Was ist ein Symbol? Viele Fragen, denen wir in einer österlichen Reparaturstation näherkamen, in der Symbole repariert oder erstellt wurden.

Und wo findet man nun diese Symbole? Ein Spaziergang auf den Friedhof lässt ein altes Kreuz auftauchen, ein Küken war in der Kuscheltierkiste.
Vom Kreuz bis zum Küken, alles kam auf den Ostertisch und wurde liebevoll von Weidekätzchen umrahmt. Alles war so ernsthaft und berührend, dass selbst die sechsjährige Marla sagte: „ich kann noch nicht zum Essen gehen, ich muss das erst zu Ende machen!“

Ein Grashalm!

Für einige ist es nur grün. Für uns ist es unglaublich. Denn Findus (Anm. d. Red.: unser mittlerweile 100g schwerer Hase) hat einen Grashalm gefressen. Echt.
Wir sind froh und ihm scheint es gut zu gehen.
Vor lauter Aufregung, dann heute zwei Blogeinträge.

Unser Osterweg

Wie war das denn nochmal genau mit dem Weg, den Jesus gegangen ist? Wer erinnert sich noch an die Geschichte vom verlorenen Schaf?
Genau wie der Mutterhase* den kleinen Findus verloren hat, ist dem Hirten ein Schäfchen verloren gegangen.
Wir sind sicher, auch Jesus hätte etwas unternommen, um dem Häschen zu helfen.
Die Kinder vermuten: „Willkommen Häschen“ hätte er gesagt, oder sich auf die Suche nach der Hasenmutter gemacht, oder sich um das Häschen gekümmert. Genau das machen wir auch.

Diese Woche feiern wir Ostern. Bis der Osterhase bei uns eintrifft, beschäftigen wir uns mit österlichen Symbolen und schmücken unser Haus. Wir sind ein konfessionsloser Kindergarten. Die christlichen Werte, Rituale und Feierlichkeiten aus unserem Land vermitteln wir im Rahmen von wiederkehrenden Ritualen.

Findus hat sich mittlerweile gut eingelebt, er hat schon große Ohren bekommen und wird immer noch schön warm gehalten.

*Anmerkung der Redaktion: Wie heisst denn die Mutter eines Hasen korrekt?

Willkommen, kleiner Hase!

Ein kleiner Hase sucht Unterschlupf. Er hat sich in unsere Werkhütte verirrt und schneller als wir gucken konnten, haben die ersten Kinder ihn gestreichelt. Der Tierarzt fand das (natürlich hat er recht) gar nicht gut, denn Wildtiere dürfen nicht angefasst werden.
Aber es ist, wie es ist. Also wohnt der Hase jetzt bei uns. Er ist heute 6 Tage alt und wird mit Körnerkissen und Decken und Wärmelampen warmgehalten. Gefüttert wird er auch. Mit Pipette. Jost ist ganz fasziniert und kann den Blick nicht abwenden. Denn auch wir geben zu: soooooo süß!

Damit der Hase sich nicht erschreckt wird leise gesprochen, wir achten auf Respekt und einen achtsamen Umgang.
Spannend ist auch die Frage: Wie konnte er in unsere Hütte gelangen?
Vielleicht ist es so: „Die Mama hat wo anders hingeschaut und der Hase ist weitergegangen und die Mama hat es nicht gemerkt.“ Aber wir wissen es nicht.
Nächste Woche gibt es Fotos. Wir freuen uns über unseren Gast.

Hin und weg

Am Donnerstag hatte ich das Glück, im Zwergennest hospitieren zu dürfen. Vorausgegangen ist eine Einladung in den Morgenkreis, da mir die Kinder ihre Ideen zur Matschbeseitigung auf der Obstwiese vorstellen können. Begeistert und erstaunt, welche und vor allem wieviele unterschiedliche Ideen die Kinder haben, ging es dann zum Frühstück, ins Bauzimmer, ins Atelier und nach draußen.

Das Gefühl, dabei zu sein und mit den tollen Materialien arbeiten zu können, war unbeschreiblich. Hier mein Tipp: Alle, die können, sollten die Gelegenheit zu einem Besuch im Zwergennest unbedingt nutzen. Denn Worte reichen für das dort zu Erlebende nicht aus.

Schön war’s und so lecker.

Bisher durften noch keine Kostüme veröffentlicht werden, doch am Freitag war es ja endlich so weit. Es gab alles, was sonst verboten ist: Schokocrossies (natürlich selbsgemacht), Fanta, Pommes, MAYONNAISE (!) und viele andere leckere Dinge.

Die Kinder (und wir) hatten einen Riesenspaß. Schon Paul sorgte mit seinem Kostüm für viel Freude. Denn ursprünglich wollte Timo gerne Papagei sein. Das Kostüm war schon fertig und mit vielen Federn geschmückt. Aber dann hat er es sich doch noch anders überlegt und wäre lieber eine Katze.  Was tun? Wir waren ratlos, aber Paul hatte die rettende Idee: „Ich bin eben eine Katze, die einen Papagei gefressen hat!“